Delirium tremens statt benigne Prostatahyperplasie

Nun werde ich auf meine alten BeO-Tage hin noch schusselig und vergesslich. Gerade rechtzeitig (14.28) stürze ich mich mit meinen Unterlagen aus dem Büro in Interlaken, um noch den Zug zu erwischen (14.30). Um 16 Uhr habe ich einen Termin für die Prostata-Sendung. Auf halbem Weg nach Thun klingelt das Telefon. Georg teilt mit, dass meine Gäste im Anflug seien, sie hätten nach dem Weg nach Interlaken gefragt.

Wie??!!! Interlaken?! Neeeiinn! Ich sitze im Zug nach Thun. Wie konnte dies bloss passieren? Zu viele Mails, Telefonate, Termine - es herrscht Chaos im Kopf. Die Agenda lügt nie. Irgendwo muss es doch geschrieben stehen. Neben einem wild durchgekritzelten abgesagten Termin “14 Rheuma Thun” stehen winzig klein in Bleistift und wohl unter Alkoholeinfluss, von Mund oder mit Zehen geschrieben die Worte “16 Prostata Inti”. Uups.

In Thun angekommen, hüpfe ich aus dem Zug, durch die Unterführung und erwische, Taktfahrplan sei Dank, gerade noch den Zug Richtung Interlaken. Um 15.33 Uhr trete ich erneut in die gute BeO-Stube ein, stolzen Schrittes und erhobenen Hauptes, die Kollegen kugeln sich vor Lachen. Ja, ja.

Es hat ja gereicht, bin schliesslich vor meinen Gästen angekommen. Sie habe ich im Glauben gelassen, dass ich absichtlich noch einen Abstecher nach Thun gemacht habe… Bin schliesslich eine rasende Reporterin. Aber nicht mehr lange. Ich verrate an dieser Stelle lieber nicht, wo ich demnächst arbeiten werde, sonst überlegen die es sich womöglich noch einmal.

Eine Reaktion zu “Delirium tremens statt benigne Prostatahyperplasie”

  1. Alice

    Wirklich gut geprostet. Zum Wohl!

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