Hotel-Papa-Fox

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Schöne Aussichten haben Simona und ich am Samstag genossen. Mit einer Piper Warrior III starteten wir vom Flugplatz Grenchen aus zu einem wunderbaren Rundflug über die Schweiz.

Fränzi setzt freiwillig Fuss in ein Flugobjekt? Ja! Mit Begeisterung sogar! Obwohl alles ein wenig zweifelhaft begann.

Matthias, unser Pilot, checkte die Maschine am Boden durch, wir richteten uns im Innern häuslich ein. Doch dann konnten wir nicht starten, weil die Sicherung immer rausflog. Vor nicht allzu langer Zeit, hätten mich danach keine zehn Pferde mehr in ein Flugi gebracht. Doch wir erhielten eine andere Maschine und so konnte es endlich losgehen.

Hotel-Bravo - Papa-Papa-Foxtrot war unsere Identifikation - eigentlich ganz praktisch zu merken, zumal nur bei der Anmeldung beim Tower die ganze Identifikation zu nennen ist. Bei jedem weiteren Funkkontakt reicht dann Hotel-Papa-Fox. Doch sogar bei Matthias schlichen sich einmal ein paar Papas zu viel ein.

Sein Funkverkehr war sonst aber tadellos. Wir verstanden zumeist etwa, worum es ging. Ein paar andere Piloten hatten weitaus mehr Mühe, klare Funksprüche zu senden. Gespickt mit ähs und ohs oder mit schönem welschen Akzent, hörten wir sie sprechen.

Simona sass zu Beginn vorne, als wir uns Richtung Napf dem Vierwaldstättersee näherten. Wir drehten eine Runde um den Bürgenstock und Matthias legte die Maschine in eine enge Kurve. Eindrücklich, wie es einen in den Sitz drückt und man das Gefühl hatt, dass die Blutzufuhr zum Hirn bald abbricht.

Über den Brünig brachte uns Matthias dann zum Brienzersee, wo Simona das Ruder übernehmen durfte. Weiter gings Richtung Thun - das Jungfraugebiet mussten wir wegen der Wolken leider auslassen.

Kurz vor der Zwischenlandung in Bern-Belp, wurde uns statt der Asphalt-Piste eine der Gras-Pisten zugewiesen, was die Landung etwas ruppig machte. Am Boden genehmigten wir uns eine Erfrischung. Und für die zweite Etappe unserer Reise durfte ich mich nach vorne setzen.

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Leider hatte ich das Kindersitzchen vergessen und konnte kaum übers Armaturenbrett sehen. Das erschwerte auch die Steuerung, als ich über den Neuenburgersee navigieren sollte. Ich versuchte mich auf den künstlichen Horizont zu verlassen, was ich einigermassen schwierig fand. Und Gegenverkehr hätte ich meist viel zu spät entdeckt, wenn überhaupt. Es gibt wohl gute Gründe, weshalb Piloten zur Sehkontrolle müssen.

Nach dem Drei-Seen-Land gings zurück nach Grenchen, wo Matthias uns sicher und saft landete. Schweissgebadet (wegen der Hitze, nicht wegen der Angst) hievten wir uns aus Papa-Fox heraus. Matthias betankte den Vogel, Simona schrubbte die toten Insekten von seiner Nase - und beim letzten Kontrollblick in den Gepäckraum entdeckte Matthias ein Kissen…. “Schau mal, Fränzi! Da hättest du dich draufsetzen können.”

Eine Reaktion zu “Hotel-Papa-Fox”

  1. This

    Potzblitz… Wie chumsch derzue?

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