Diner im Dunkeln
Finster wirds, zum Glück halte ich den Vordermann an der Schulter. Dann sitze ich auf meinem Stuhl und taste nach dem Besteck, der Serviette und dem Glas. Das Dinieren in der “Blinden Kuh” in Zürich ist ein Erlebnis. Des Öfteren musste ich mit baren Händen nach dem Essen greifen, um sicher zu sein, dass ich den ganzen leckeren Hirschpfeffer aufgegessen hatte.
Faszinierend war, wie die Kellnerin sich zurechtfand und Teller um Teller zielstrebig korrekt platzierte. Amüsant war auch die Begegnung mit unseren Tischnachbarn, mit denen wir Beruferaten veranstalteten. Das “böse Erwachen” kam danach im Foyer. Wir hatten uns gegenseitig ganz anders vorgestellt.